Silke Lühr

Künstlerin und Mitglied der Transitiongruppe Loisach-Ammer

Gesund und glücklich Leben bedeutet für mich in achtsamer (achtsam = Achtung haben!) Verbindung zu sein mit meiner Umwelt, meinen Mitmenschen, mit Tieren und mir selbst.

Fehlendes angebunden sein ist aus meiner Sicht der Hauptgrund, warum viele Menschen keinen Respekt oder kein Gefühl mehr für ihre Umwelt haben und in der Konsequenz (aus der fehlenden Verbindung), zerstörerisch handeln. Diese Anbindung strebe ich mit Hilfe meiner Kreativität in möglichst all meinem Tun und Tätigkeit an.

Aus meiner Sicht erkranken wir Menschen und unser Planet, wenn wir uns voneinander als abgetrennt erleben, ob von unserer eigenen Lebendigkeit und Kreativität oder dem Leben selbst – eben das Abgetrennt sein vom schöpferischen Prozess.

Schöpfer sein und die Verbindung zur eigenen Lebendigkeit und Kreativität herstellen (damit ich mich und mein Umfeld besser spüren und wahr nehmen kann), das will ich mit meinen vielen unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen vermitteln und erreichen.

Den Zugang zur inneren Schöpferkraft finde ich insbesondere dann, wenn ich die verschiedenen Bereiche auf gesunde Art und Weise verbinde und ineinander fliessen lasse
(nicht voneinander trenne, wie in der Schule zum Beispiel und vielen anderen Bereichen).

Das drückt sich aus oder zeigt sich in vielen Facetten. Beim Malen und vor allem beim in Verbindung treten mit der Erde – ob in Form von Beackern eines Stückchens Erde und dem eigenem Anbau von Nahrungsmitteln oder dem Beobachten und Lernen an der Natur an sich.

Auch das Lernen und in Verbindung treten von Tieren und Kinder in der Natur erlebe ich als besonders heilsam und fruchtbar. Wenn dann noch Raum für die eigene Kreativität gegeben ist, dann macht lernen wieder Spaß und wird zum natürlichen inneren Bedürfnis. Ich wünsche mir einen gesunden Kreislauf der Verbindung für Kinder und uns Erwachsene, für Tiere, für die Natur und nicht zuletzt unseren inneren Schöpfer und Kreativität, damit wir in mehr Leichtigkeit und Freude, mehr Achtsamkeit und dadurch Kraft gehen können.

Wenn ich getrennt bin von etwas oder jemandem, dann verliere ich die Verbindung und den Bezug, empfinde keine Achtung und keine Liebe. Dann zum Beispiel wird Essen zu einer abstrakten Sache, dann kommt Energie einfach von irgend wo her, ohne dass es mich interessiert und ich sehe dann nicht was mit unserer Erde geschieht oder wie Menschen und Tiere zerstört werden oder leiden. Wenn ich verbunden bin mit etwas oder jemanden, dann bin ich mitfühlend und achtsam.

Kunstpädagogik



Ich versuche mit meiner Tätigkeit Verbindungen herzustellen, ob durch Malerei eine Reise ins eigene Innere und Verbindung zu Gefühlen und Emotionen und Visionen zu ermöglichen. Verbindungen will ich auch herstellen, indem ich mit Schülern auf den Acker gehe und ihnen dort praktische Erfahrungen ermögliche.

Wenn wir malen öffnen sich Kinder häufig und erzählen Dinge, für die sonst wenig Raum im Schulalltag und auch sonst im Familienalltag ist. Ich habe fest gestellt, dass der Bedarf für solche Räume extrem wichtig ist und in unserem Schulsystem völlig zu kurz kommt.

Ich habe mit Kindern und Pferden gearbeitet, durfte erleben, wie gegenseitige Achtsamkeit und Erleben Heilung bringen und Türen zur Freude und Selbstvertrauen öffnen. Ein Highlight und große Freude am Ende der gemeinsamen Reitzeit war der Besuch des Gemeinschaftsackers mit Pferd, wo Kind und Pferd zum Abschluss Möhren, Erdbeeren oder was auch immer verfügbar war, ernten und essen durften. Genuss, gelebte Freude an der Schöpfung und am Leben selbst werden möglich, wenn diese Kreisläufe geschaffen werden. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, an diesem Hof einen Gemeinschaftsacker an zu legen und auch Malkurse in den Ferien zu geben um diese fruchtbaren Verbindungen zu schaffen.

In der Schule und im Alltag fehlen diese Impulse und Möglichkeiten, in denen wir verbunden sind mit dem, was uns auf natürliche und kraftvolle Art und Weise heilt, motiviert und inspiriert.

Auch in anderen Tätigkeitsbereichen bemühe ich mich, diese Verbindungen, beziehungsweise Quellen der Energie und Inspiration herzustellen. Bei meinem geführten Kunstspaziergang in Kochel, „Auf den Spuren von Franz Marc“, bewegen wir uns in der Natur und besuchen die Lieblingsmalplätze der berühmten Expressionisten und erspüren selbst, was die Künstler damals bewegt hat. Beliebt sind diese Führungen, um die Gegend zu erkunden als besonderes Geschenk und auch für Firmenausflüge.

Informationen zum Kunstspaziergang unter: ▶ www.silke-luehr.com/kunstspaziergang

Ich erlebe einen Teil der Probleme, die wir in der Gesellschaft haben, als das “Getrennt sein“ – von vielen Dingen, die natürlich miteinander verbunden sein könnten und wenn sie es sind, dann wecken sie die natürliche, jedem angeborene Kreativität und Lebenskraft.

Wenn der oder das eine voneinander getrennt ist, erkranken wir, weil wir nicht angebunden oder im wahrsten Sinne des Wortes verbunden und geerdet sind.

Kreativität zeichnet sich für mich dadurch aus, wie ich dem Leben grundsätzlich begegne. Weniger als intellektuelles Konzept, sondern auf die Art und Weise, wie ich meine Kreativität in meinem gesamten Wirken und Leben einsetze. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich einem Kind begegne, der Natur, wie ich meine Arbeit, mein Haus oder Beziehungen gestalte und Geld verdiene. Kunst und Kreativität sind ein Weg die Welt zu begreifen und zu verstehen, sehen zu lernen und zu spüren, auf innere Reisen zu gehen, Erfahrungen zu sammeln.

Zwischen den Polen
Als Teil des Ganzen



Durch die Kunst habe ich vieles begreifen gelernt. Ich liebe es zu erkunden, Neues zu erlernen. Deswegen arbeite ich mit vielen verschiedenen Materialien und drücke mich auf unterschiedliche Art und Weise aus. Kreativ sein, heißt für mich nicht nur künstlerisch tätig sein, sondern kreativ dem Leben begegnen und die unterschiedlichsten Herausforderungen zu meistern.

Ich liebe Tiere, die die in der freien Wildbahn leben, aber auch die, die wir gezähmt haben. Ich liebe Kinder und das wunderbare Potential, was sie in sich tragen, die Art und Weise, wie Kinder direkt Gefühle zeigen, wenn sie das noch nicht verlernt haben und ich liebe es in der Natur zu sein. Die Natur ist mein Lehrer, meine Inspiration, Vorbild, Trost und Therapeut. Egal zu welcher Jahres oder Tageszeit, ich gehe gerne auf den Acker, vergesse dort was sonst meinen Geist beherrscht und finde Frieden und Ruhe, oft auch Kraft und neue Gedanken.

Ich möchte einen Beitrag leisten zum Schutz unserer wunderbaren Natur. Ich habe in Australien gelebt und bin dankbar, heute im blauen Land leben zu dürfen. Manche Naturerlebnisse haben mich tief berührt und geprägt. Gleichzeitig habe ich beobachtet, wie etliche “meiner Kraftorte“ für immer verschwunden sind. Wo wollen wir uns mit dem Geist verbinden, Frieden finden um zu gesunden und wachsen, wenn wie diese Kraftorte zerstören, für uns und andere Kulturen oder nachfolgende Generationen? Ich möchte helfen, das was wir an Erbe haben, zu bewahren. Dazu gehört umdenken und umlernen. Nicht verurteilen, sondern lernen und besser machen.

Für mich sind die Dinge verbunden, nicht trennbar, deswegen lebe ich meine Kreativität auch in Bereichen wie der Gestaltung oder Bearbeitung eines Ackers, wie ich einen Garten gestalte, das hilf mir Dinge zu verstehen. Ich lebe meine Kreativität auch dadurch, wie ich mit meinen Kindern lebe, mache Kunstprojekte an Schulen, Workshops im Museum, nehme die Kinder mit auf den Acker, damit sie die kleinen Wunder der Natur erleben können, anfassen, erleben, nicht nur im Kopf sein und weg aus den sterilen Räumlichkeiten, die das Lernen erschweren, Habe mit Pferden gearbeitet, Malreisen organisiert, gebe Malkurse im Atelier, designe Schmuck, Möbel und bin von den unterschiedlichen Materialien fasziniert. Ich mag nicht einseitig arbeiten, denn das Leben ist zu vielseitig, um sich auf eine Sache fest zu legen. Die Natur, der Garten erden mich. Das ist vielleicht der Gegenpol und Ausgleich zu den vielen anderen Dingen, die ich erlebe.

▶ www.silke-luehr.com/Museumspädagogik

Transitiongruppe Loisach-Ammer



Erfreulich und unterstützend erlebe ich unsere neu gegründete Transitiongruppe Loisach-Ammer. Wir sind erst seit 2018 aktiv, wollen uns sämtlichen Bereichen zuwenden, insbesondere unsere Region und Landwirtschaft regional stärken und vernetzen.

Es ist erfreulich, was wir für ein Potential bereits in unserer Region haben, tolle Menschen, die sich wirklich mit Leib und Seele einsetzen, aber es kommen auch ganz einfach Menschen, die wissen wollen, wie und welchen Beitrag sie leisten aber nicht wissen, wo sie ansetzen können. Die Gruppe trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat um 18 Uhr im Seinz in Bad Kohlgrub. Jeder ist willkommen, auch ohne Anmeldung.

Ich möchte in meinem Schaffen Verbindungen und Liebe zur Schöpfung zum Ausdruck bringen, egal ob mit Kunst, der Vielfalt von Formen und Farben, oder Schüler auf den Acker bringe und Erde spüre.

Ob in der Natur oder im Atelier -
- male oder Stein oder Holz bearbeite und begreife
- Tiere erleben darf oder mit Tieren arbeite, über sie lernen darf
- Kinder oder Erwachsene zu Tieren bringe
- und Kommunikationstraining mit Tieren für Kinder oder Erwachsene mache
- die Freude erleben darf, wenn ich mit behinderten und nicht behinderten Kindern, mit Tieren oder auf dem Feld Heilkraft erlebe, singe ,tanze ...

Wichtig ist mir, möglichst mit dem Herzen dabei zu sein, egal was ich tue oder wem oder was ich begegne. Es gibt mir die Möglichkeit in Verbindung zu gehen.

Mein Wunsch ist es, möglichst viele Lebensbereiche in meinem Leben und meinem Umfeld miteinander zu verbinden und ineinander fließen zu lassen. Das ist für mich ein Aspekt möglichst ganzheitlich, gesund zu leben.

Mehr zu mir und meiner Arbeit:
▶ www.silke-luehr.com
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