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Neue Lieblingsplätze

Rund 160 Lieblingsplätze und Tipps vom Tegernsee zum Tölzer Land



„Der Alpenbogen zwischen Tölzer Land, Tegernsee und Schliersee gleicht einem Paradiesgarten“ – so beginnt die Genussdokumentation der Autoren Heike Hoffmann und Stefan Boes über verwunschene Biergärten, vorzügliche Gasthäuser, Traditionshandwerker und Kulturbetriebe. Zu ihren persönlichen Highlights im Tölzer Land, Tegernsee und Schliersee gehören Slyrs Caffee & Lunchery, die Büttenpapierfabrik in Gmund, die Seesauna „monte mare“, der Gsotthaber Hof, Berggasthaus Stie-Alm, das Tölzer Marionettentheater, Kloster Reutberg und die Skulptur-Lichtung in Valley. Die Beschreibungen der Rundwanderwege, Panoramatrails und Radtouren machen Lust auf einen sofortigen Aufbruch in die gelobten Höhen und Täler. Liest man die Texte, wähnt man sich mittendrin zum Beispiel beim Kaffeerösten in Tegernsee, am Herd der Schweizer Wirtin und auf dem Holzkirchner Bauernmarkt.

Heike Hoffmann/Stefan Boes
Lieblingsplätze zum Entdecken
Tegernsee – Schliersee – Tölzer Land
Gmeiner Verlag
192 S. / 14 x 21 cm / Taschenbuch, ISBN 978-3-8392-2630-8
Meßkirch: Februar 2020, € 18.00

So entstehen Lieblingsplätze


Ein Interview mit den Autoren Heike Hoffmann und Stefan Boes mit vielen "Geheimtipps".

Wohin ging Eure letzte Reise?

SB: Die kleineren Reisen gingen ins Münchner Umland, das sich immer wieder neu und abwechslungsreich darstellt, die größeren zuletzt in die Provence, die ja gern als das Bayern Frankreichs bezeichnet wird: ursprünglich, kulturreich, naturnah.

HH: Nach Italien, ins beeindruckende Naturschutzgebiet Po-Delta mit Flamingos und wilden weißen Pferden, was ja somit die Provence Italiens wäre. Zuvor zu vergnüglichen Recherchereisen ins Tölzer Land und an den Tegernsee mit der wundersamen Erkenntnis, dass man auch ganz in der Nähe viel entdecken kann.

Euer Lieblingsplatz zum Schreiben?

SB: Unter einem Kastanienbaum, was nicht immer gelingt, dann also doch am Schreibtisch.
HH: In aller Frühe mit Laptop auf den Knien im Bett, morgens bin ich am kreativsten.

Papier oder Laptop?

SB: Erste Entwürfe und Formulierungen gleiten, holpern, flitzen mit Bleistift übers Papier, letztlich aber sitze ich am Laptop, dessen Möglichkeiten ja niemand mehr missen möchte. Hier wie dort ist aller Anfang schwer, hier wie dort gilt das geflügelte Wort von Gabriel García Márquez, wonach das Antlitz des Teufels weiß und rechteckig ist.

HH: Konzepte entstehen auf Papier, gerne auch mit Zeichnungen oder graphischen Elementen versehen. Danach muss der Laptop her, denn ich tippe inzwischen viel schneller, als ich von Hand schreibe. Wenn dies aber geschieht, merke ich, dass mein Gehirn an die Tippgeschwindigkeit angepasst ist. Folge: es ist ein entsetzliches Gekrakel, das ich dann oft selber kaum mehr lesen kann. Apropos Papier: wenn mir unterwegs was einfällt, müssen schon mal Obsttüten oder Zeitungsränder herhalten.

Wird gefeiert, wenn ein Manuskript abgegeben wurde? Gibt es ein Ritual?

SB: Entweder bayerisch im Biergarten oder provenzalisch mit einem guten Blanc de Blancs.
HH: Feiern wenn ein Manuskript abgegeben wird? Eine gute Idee. In der Realität ist aber wegen des Endspurts so viel liegen geblieben, dass man weiter wurstelt. Ein einziges Mal gelang ein sofortiger Urlaub, wo ich dann wie eine Wilde weiterrecherchierte, weil das noch so eingeübt war. Ich nehme mir vor, beim nächsten Buch eine Fern-Radtour oder Fernwanderung zu machen. Da kommt man, so denke ich, am besten wieder vom Stresslevel runter. Gerne hätte ich das erste Mal eine große Feier zum Erscheinen des Buchs erlebt – sie wurde ja leider abgesagt, aber sie wird später stattfinden.

Welche Snacks stehen auf dem Schreibtisch parat?

SB: Die Snacks sind eher flüssig, und sie wechseln je nach Tageszeit die Farbe – das gute Münchner Wasser jedoch, das unter anderem aus den Tiefbrunnen bei Weyarn kommt, steht immer parat.
HH: Da schließe ich mich an. Der Reigen beginnt mit Milchkaffee, die Milch ist Bio-Heumilch aus bayerischen Landen.

Wo bewahrt ihr Eure Notizen auf?

SB: Ähnlich wie Hans Jochen Vogel, einem der letzten noch lebenden großen, bescheidenen, selbstlosen Politiker unserer Tage. Der hatte ein System aus farbigen Klarsichthüllen, mit deren Inhalt er der Erzählung nach Fraktion und Ministerien zur Raison oder zur Weißglut brachte. Bei mir sind die Hüllen einfarbig, weißglühend werde nur ich selbst.

HH: Es sind Themenstapel mit Broschüren, eigenen Notizen, Formulierungsfetzen auf Sofa, Küchenstuhl, unter dem Bett, ständig verschwindend, wieder auftauchend. Gut, dass der Buchumfang begrenzt ist oder das Abgabedatum sich nähert, denn man sammelt ein Vielfaches des dann Verwerteten. Aber vielleicht entsteht aus den Resten ein neues Buch, so wie aus übrig gebliebenen Speisen ein köstliches Gericht entstehen kann.


Wo stöbern Ihr am liebsten nach neuem Lesestoff?

SB: Immer wieder in tollen Buchhandlungen wie jenen zwischen Penzberg und Miesbach – Rolles, Winzerer, Ilmberger, Buch am Markt. Sonst im eigenen Regal, das nach Jahren noch Unentdecktes preisgibt. Mitten drin, neben Büchern über Franz Marc und Olaf Gulbransson, ein Neuzugang über Lieblingsplätze zwischen Tölzer Land und Schliersee.

HH: Wenn ich die Stapel des noch nicht gelesenen so ansehe, wäre es am besten, ich stöberte nirgends. Doch gehe ich in meine Lieblingsbuchhandlung, das „Kolonial“ in Augsburgs Altstadt, schwindet jegliche Vernunft.

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