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Lesen macht glücklich

Literaturempfehlungen vom Gattner-Team


Die besten Zutaten für ein gemütliches Winterwochenende, wenn es draußen stürmt und schneit: eine Riesenportion Ruhe, ein Stapel Bücher und heißer Tee.

Das Team der Buchhandlung Gattner entführt im kleinen Katalog "Persönliche Empfehlungen zum Lesen, Hören, Sehen" in andere Welten. Ein Auszug:

Erich Hackl: Am Seil
Eine Heldengeschichte
Buchtipp von Regina Maier:
Die wahre Geschichte der Jüdin Lucia Heilmann, die von Reinhold Duschka in Wien während der Nazi-Herrschaft gemeinsam mit ihrer Mutter versteckt wurde. Die Lebensumstände der Jüdin Lucia und ihrer Mutter verschlechtern sich kontinuierlich und im November 1941 entgehen sie nur knapp der Deportation. Ihre Rettung ist die Werkstatt von Reinhold. Dort überleben beide dank seiner Zivilcourage. Hackl schildert auch die Zeit nach dem Krieg, in der Duschka über seinen Taten schweigt und Lucia sich bemüht, ihn für seine selbstlose Tat zu ehren. Beeindruckend.

Kent Nerburn: Nicht Wolf, nicht Hund
Buchtipp von Guntram Gattner:
Auf vergessenen Pfaden mit einem alten Indianer.
Der Autor erhält einen Anruf, der Großvater hätte ihm noch etwas zu erzählen, genaues könnte sie nicht sagen. Unsicher, doch auch neugierig fährt Kent Nerburn nach Dakota und erlebt das Aufeinandertreffen von Kulturen, aufregend und witzig. Wir LeserInnen lernen mit jeder Seite, Zeitbegriffe beginnen zu verrutschen, wir lernen auch uns selbst kennen. Unterschiede von Weiß und Rot, wie in diesem Buch geschildert, lassen uns fragen: Warum halten wir das nicht aus? Außerdem: Warum sind wir Weißen oft so überheblich? Eine Reise nicht nur durch die USA. Lesen, Lernen, Verschenken!

Francesca Melandri: Alle, außer mir
Buchtipp von Ursula Gattner:
Ein grandioser Roman über drei Generationen, der die politischen Aktivitäten Italiens in Äthiopien und Eritrea, die Zeit der Weltkriege und die Schicksale der Flüchtlinge heute schonungslos beschreibt. Die Familiengeschichte der Profetis ist durch Großvater Attilio eng verknüpft mit dem Faschismus Mussolinis und durch den Enkel aus Afrika mit den heutigen politischen Zuständen in Italien. Die Tocher Ilaria versucht die Verbindungen herzustellen, denn was sie über ihren Vater zu wissen glaubt, deckt sich nicht mit den Ergebnissen ihrer Recherchen. Zeitgeschichte und Familiengeschichte, spannend und detailliert beschrieben.

Wolf Haas: Junger Mann
Buchtipp von Gundula Niemeyer:
Der "junge Mann" in dieser Geschichte ist "fast vierzehn" und arbeitet in seinen Internatsferien an der Tankstelle. Zunächst wirkt alles unspektakulär, bis der junge Mann sich verliebt und der Ehemann seiner Auserwählten ihn um etwas Außergewöhnliches bittet.
In einem Zug gelesen, große Lese-Empfehlung!

Angelika Waldis: Ich komme mit
Buchtipp von Annette Erhardt:
Vita lebt seit Jahrzehnten im Haus Torstraße 6. Das Gefühl von Nutzlosigkeit, Sinnlosigkeit umgibt sie wie ein dicker Wattebausch. Bis sie den an Krebs erkrankten Lazy in einem desolaten Zustand im Flur aufsammelt.
Irgendwie schräg, ergreifend, stimmt nachdenklich und ist sehr schön zu lesen.

Deb Spera: Alligatoren
Buchtipp von Vera Schaub:
Deb Spera verknüpft in ihrem Südstaatenroman die Geschichte dreier mutiger Frauen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten miteinander. Obwohl sie so verschieden sind, haben sie noch eins gemeinsam: die unstillbare Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung. Sehr bewegend und aufwühlend!

Tom Saller: Wenn Martha tanzt
Buchtipp von Anette Erhardt:
Ein Aufsehen erregender Tagebuchfund mit unbekannten Zeichnungen der Bauhauskünstler ist der Einstieg in die Geschichte von Martha. Martha wächst in Pommern als Tochter eines Kapellmeisters mir viel Musik auf und der Gabe, Musik als Formen wahrnehmen zu können. Als sie vom Bauhaus in Weimar hört, wagt sie den Schritt in eine für sie neue Welt ... Eine wunderbare Geschichte, die versucht, das Leben im Bauhaus einzufangen und die schrecklichen Verwicklungen von Flucht und Krieg aufzeigt. Sehr bewegend. Unbedingt lesen.

Wolfgang Herrndorf: Stimmen
Buchtipp von Malrene Münßinger:
Texte und Gedichte von Herrndorf. Mal kurz, mal lang, mal humorvoll, mal skurril, aber immer eins: typisch Herrndorf. Dieser Autor ist ein purer Sympath und jedes Mal, wenn ich etwas von ihm lese, würde ich gerne die Chance haben, mit ihm zu reden und ihn als Mensch kennenzulernen. Da bleibt immer nur zu sagen: Lesen Sie Herrndorf!

Sigriður Hagalin Björnsdóttir: Blackout Island
Buchtipp von Regina Maier:
Die Isländer werden in Umfragen ja regelmäßig als eines der glücklichsten und ausgeglichensten Völker Europas beschrieben. Was aber passiert, wenn diese Insel plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten ist? Kein Internet, keine Telefonverbindung nach außen, kein Flugzeug landet, kein Schiff legt an. Wie verändert sich eine Gesellschaft, wenn die Ressourcen knapp werden und das ganze Land auf den Kopf gestellt wird? Und was geschieht mit den vielen Touristen? Ich will nicht zu viel verraten – nur so viel: Da sind auch die Isländer nicht mehr entspannt.

Erling Kagge: Gehen. Weitergehen
Eine Anleitung
Buchtipp von Guntram Gattner:
Dieses Buch weist uns auf die Schön- und auch Einfachheit des Gehens, des Spazierens hin, mit kurzen informativen Texten, die alle irgendwie das Gehen umwandern, auch dessen Extreme. Hier wird die einfachste Form der Mobilität in den Mittelpunkt gestellt, schon bin ich gewillt, doch auf einen kleinen Spaziergang aufzubrechen.

Richard Powers: Die Wurzeln des Lebens
Buchtipp von Guntram Gattner:
Über dieses Buch lässt sich vieles sagen, doch ich sage es ganz kurz: Es wird eins meiner Lieblingsbücher! Warum? Gut recherchiert, abwechslungsreich, spannend, bewegend, guter Stil und vor allem: ein Buch zu einem auch mir wichtigen Thema, dem allzu leichtfertigen Umgang mit unserer (Um)Welt. Dieses Buch lässt einen nicht los – und das können wir nicht von jedem Buch sagen.

Yuval Noah Harari: 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
Buchtipp von Guntram Gattner: Warum sollen wir den dritten "Harari" lesen, jetzt, wo wir seine Zukunftsvisionen kennen und sie ziemlich verstörend finden? Naja, die Zukunft machen wir jetzt. Wir müssen uns jetzt klar darüber sein, dass wir jetzt handeln müssen. Und das macht Yuval Harari mit diesem Buch. Er skizziert nochmals die Herausforderungen und zeigt uns auf, was unter Umständen auf dem Spiel steht. Gut formuliert, sachlich fundiert, nachdenkenswert, uns Weitsicht schenkend. Schenken Sie dieses Buch nicht nur ihrem nächsten Landtagsabgeordneten. Lesen Sie es zuerst selbst!

Weitere persönliche Empfehlungen zum Lesen, Hören, Sehen: Im Katalog und auf der Website der Buchhandlung Gattner

▶ https://buchhandlung-gattner.buchhandlung.de/shop/







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